Mit dem Auto nach Kroatien

Kroatien mit dem Auto anzureisen dauert länger als fliegen. Aber man kommt anders an – Kofferraum mit Olivenöl und Wein für die Rückfahrt, die Küste irgendwann von Weitem in Sicht. Wer das einmal gemacht hat, will danach nicht mehr anders.

Mit dem Auto nach Kroatien

Die Frage ist nur, über welchen Korridor.

Die Nordroute: Passau und die Pyhrnautobahn

Wer aus Berlin, Leipzig oder Dresden kommt, landet ohnehin auf der A3 Richtung Passau. Kein schlechter Deal: München fällt weg, und damit auch der Stau, der sich zwischen Holzkirchen und dem Chiemsee fast jedes Ferienwochenende aufbaut.

Hinter Passau geht es auf die österreichische A8, dann die Pyhrnautobahn (A9), weiter via Graz nach Slowenien und Zagreb. Zwei Mautstellen kommen extra: die Nutzung der Bosrucktunnel und Gleinalmtunnel kostet unabhängig von der Vignette.

Weniger spektakulär als die Tauernstrecke, dafür entspannter.

Die Südroute: München und Salzburg

Aus NRW, Frankfurt oder Stuttgart kommt man meist über die A8 nach München, dann Salzburg und die Tauernautobahn (A10). Wegen des Panoramas beliebt. Auch wegen zwei bekannter Stellen: Die A8 vor dem Chiemsee steht regelmäßig, und der Karawankentunnel an der österreichisch-slowenischen Grenze kann am Wochenende sehr lang werden.

Wer nach Istrien, Rijeka oder in die Kvarner Bucht will, fährt trotzdem hier. Die Strecke ist kürzer.

Auf einen Blick

Die Route hängt sehr von der Zielregion ab. Hier eine kleine Übersicht.

Nordroute über PassauSüdroute über München
HauptstreckeA3 (DE) -> A9 (AT)A8 (DE) -> A10 (AT)
LandschaftSanfte Hügel & Pyhrn-BergeHochalpin & Tauern-Panorama
StaupotenzialModerat (außer Ferienbeginn)Hoch (München / Karawanken)
ZielregionIdeal für Dalmatien & ZagrebIdeal für Istrien & Kvarner Bucht

Vignetten und Maut

Österreich und Slowenien brauchen beide eine Vignette – vorab digital kaufen spart Zeit an der Grenze.

Ausführliche Details zu Vignetten & Mautgebühren

In Kroatien wird die Maut pro Streckenabschnitt direkt an der Schranke oder per Transponder bezahlt.

Warum du auf dem Weg übernachten solltest

1.000 bis 1.400 Kilometer in einem Rutsch geht. Aber dann kommt man übermüdet an, der erste Abend ist weg. Physiologisch ist ein stark übermüdeter Fahrer kaum besser dran als jemand mit 0,5 Promille.

Eine Nacht irgendwo in Österreich hilft. Früh weiter, an der Grenze vor der Hauptwelle. Graz lohnt sich für die Nordroute – die Altstadt ist besser als ihr Ruf, und der Schlossberg kostet nichts.
Wer die Südroute nimmt: Kärnten hat Seen, in die man schon Mitte Juni problemlos springen kann.