Wie schnell darf ich mit Dachbox fahren?

Wer kennt es nicht: Auto vollgepackt, Dachbox drauf, und spätestens auf der Autobahn die erste unschöne Frage – wie schnell darf ich hier eigentlich?

Die Hersteller und ADAC empfehlen maximal 130 km/h. Vom deutschen Gesetzgeber gibt es keine Vorschriften bezüglich der Geschwindigkeit. Warum maximal 130 km/h optimal sind, erfährst du in diesem Artikel.

Wie schnell ist erlaubt?

Die meisten Hersteller – Thule, Kamei, Hapro – empfehlen maximal 130 km/h, und das nicht ohne Grund: Wer bei einem Unfall mit deutlich höherem Tempo unterwegs war, riskiert, dass die Versicherung grobe Fahrlässigkeit geltend macht. Mit Dachbox und 180 km/h auf der linken Spur kann das den Versicherungsschutz kosten.

Wie schnell darf man mit Dachbox in Deutschland fahren?

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung speziell für Dachboxen. Rein rechtlich dürftest du so schnell fahren, wie dein Motor hergibt.

Wie schnell darf man mit Dachbox in Österreich fahren?

In Österreich gibt es auch keine spezielle gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrzeuge mit Dachboxen. Jedoch gelten die allgemeinen Tempolimits – auf der Autobahn liegt die maximale Geschwindigkeit bei 130 km/h.

Warum 130 km/h Sinn macht

Physik lässt sich nicht austricksen.

Der Spritverbrauch ist das Offensichtlichste. Eine Dachbox ist aerodynamisch ungefähr so hilfreich wie ein aufgespannter Schirm – ab 100 km/h steigt der Luftwiderstand quadratisch. Bei 130 km/h sind es schon 1 bis 2 Liter mehr auf 100 km, bei 160 fast doppelt so viel.

Das Handling verändert sich ebenfalls. Die Box macht das Auto kopflastig, in schnellen Kurven schwankt der Wagen spürbar mehr, das ESP greift früher ein. Nichts davon ist dramatisch – aber man merkt es.

Was die meisten unterschätzen: Seitenwind. Beim Überholen von LKWs oder bei kräftigem Gegenwind bietet die Box eine große Angriffsfläche. Bei 150 km/h kann ein Windstoß dich schneller aus der Spur schieben, als dir lieb ist.

Vor der Abfahrt und danach

Ebenso empfiehlt beispielsweise Thule die Befestigungsschrauben nach den ersten 50 Kilometern sowie 500 km nachziehen – Vibrationen lockern sie anfangs.

Schwere Sachen unten und mittig in die Box, alles mit Spanngurten sichern. Und die Gesamthöhe des Fahrzeugs irgendwo notieren: Das erste Parkhaus kommt schneller als man denkt.

Fahr entspannt. Du sparst Sprit, schonst die Nerven – und deine Ausrüstung landet da, wo sie hingehört.

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